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Arbeiten in Deutschland: Wie sieht die Zukunft aus?

Arbeiten in Deutschland: Wie sieht die Zukunft aus?

Lurse veröffentlicht Studie zum Einfluss von Corona auf die Arbeitswelt

Wie verändert Corona unsere Arbeitswelt? Antworten liefert die aktuelle, qualitative Studie, die Lurse branchenübergreifend mit Unternehmen in Deutschland durchgeführt hat. Mehr als die Hälfte der Teilnehmer sind Großunternehmen (DAX/MDAX und ab 1 Mrd. Euro Umsatz). Die Studie liefert umfassende Informationen über die Auswirkungen der globalen Pandemie auf die betriebliche Realität im deutschen Markt. Die Datenerhebung fand im Zeitraum Mai bis August 2020 über einen Online-Fragebogen statt.

Personalpolitische Maßnahmen

Als bedeutendste Maßnahme wurde der Abbau der Überstunden und der Urlaubstage angegeben. Insgesamt haben zwei Drittel der Unternehmen, zumindest in Teilbereichen, einen Abbau der Überstunden und Urlaubstage forciert. In Teilbereichen wurde Kurzarbeit von 46 % der Unternehmen eingeführt.

Veränderungen in der Vergütung

Aktuell geben 47 % der Unternehmen an, dass bisher keine konkreten Veränderungen in der Vergütung veranlasst worden sind. Allerdings ist die bisher am häufigsten genutzte Maßnahme das Aussetzen der diesjährigen Gehaltsrunden. Darüber hinaus fallen auch die Planungen für 2021 eher verhalten aus. „Dies bestätigt sich ebenfalls durch die aktuelle Lurse-Studie ,Trends in der Vergütung 2020/2021‘, die Anfang Oktober veröffentlicht wird„, so Stefan Würz, Senior Manager bei Lurse. „Während im letzten Jahr mit einem Gesamterhöhungsbudget von 2,9 % geplant worden ist, gehen die aktuellen Vorab-Auswertungen der Studie von einer Erhöhung von 1,8 % aus. Insbesondere die Erhöhungen, die nach dem Ausbruch der Pandemie erfolgen, weisen auf eine konservative Planung mit einem durchschnittlichen Budget von 1,2 % hin.“

Die Krise als Chance

Nahezu alle Unternehmen berichten, was die betriebliche Realität in Zukunft angeht, auch von positiven Effekten der globalen Pandemie. Die Unternehmen werden sich in einem „New Normal“ mit Konzepten auseinandersetzen, die das Arbeiten von (fast) jedem Ort aus ermöglichen. 99 % der Unternehmen gehen davon aus, dass in Zukunft flächendeckend Regelungen zum Mobilen Arbeiten bzw. Home Office aufgrund der guten Erfahrungen in der Krise gelebt werden. Insbesondere bisherige Skeptiker wurden vom Gegenteil überzeugt. Der Fokus auf Präsenzkultur schwindet in vielen Unternehmen. Aus den stark sinkenden Reisetätigkeiten und den positiven Erfahrungen der virtuellen Zusammenarbeit folgt, dass 72 % der teilnehmenden Unternehmen dauerhaft eine deutlich verringerte Reisetätigkeit gegenüber der Situation vor der Pandemie prophezeien.

Neues Führungsverhalten und Feedback

Die Mitarbeiter erleben zudem eine nie da gewesene Offenheit des Managements gegenüber neuen Arbeitsmethoden“, so Birgit Horak, Managing Partner bei Lurse. 56 % der Unternehmen berichten von einer erhöhten Nutzung von agilen Tools und Methoden. Das Vertrauen zwischen Vorgesetzten und Mitarbeitern wurde zudem durch die gelungene Umstellung auf das Home Office/Mobile Arbeiten gestärkt. Mitarbeiter haben bewiesen, dass sie gute Ergebnisse liefern, auch wenn sie außerhalb des Firmengeländes arbeiten und nur virtuell präsent sind. Ein Unternehmen beschrieb treffend, dass die Führungskräfte Anwesenheit nun weniger mit Leistung gleichsetzen.

Um die physische Distanz zu überbrücken, wird die Kommunikation mit Mitarbeitern von vielen Unternehmen in den Fokus gerückt. Alle Unternehmen, die sich zum Thema Zusammenarbeit und den Zusammenhalt in der schwierigen Corona-Situation geäußert haben, bewerten das Thema Kommunikation positiv. Als entscheidend wurde der gute, schnelle und transparente Austausch mit den Mitarbeitern und unter den Mitarbeitern angesehen.

Deutlich weniger Krankmeldungen

Knapp ein Drittel der Unternehmen berichteten uns von einer Abnahme des Krankenstands“, sagt Frauke Schlingermann, Consultant bei Lurse. Das besondere Engagement der Mitarbeiter in Zeiten der Krise wurde von einigen Unternehmen als ein möglicher Grund benannt. Unternehmen erzählten z. B. von einer spürbaren Zunahme der Solidarität gegenüber dem Unternehmen und einem neuen ,Wir-Gefühl´. Auch stellen die Unternehmen fest, dass sich die Überlastungsanzeigen und Beschwerden der Mitarbeiter reduziert haben.

Das ist zu tun

Nachholbedarf sehen die Unternehmen vor allem in der Digitalisierung, im Ausbau der IT-Infrastruktur, bei der Gestaltung von Arbeitsabläufen und -prozessen sowie bei den Regelungen zum Mobilen Arbeiten und Home Office. Dies hat sich durch die auftretenden Herausforderungen während der Pandemie in der veränderten Arbeitswelt gezeigt. „Aber auch wenn die Unternehmen Nachholbedarf sehen, zeigt die Studie, dass die Betriebe durch schnelle Reaktionen und Improvisation überwiegend gut funktioniert haben. Die Pandemie wirkt quasi als Prozessbeschleuniger für die großen Trendthemen der letzten Jahre“, so Tanja Knies, Senior Consultant bei Lurse.

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